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Internetpräsenzen und Rechtschreibreform

Die Qualität des öffentlichen Auftritts von Unternehmen bemisst sich längst nicht mehr primär an ihrer Präsentation über Werbeaktionen oder auf Messen. Vielmehr gehört zum guten Erscheinungsbild eines Unternehmens inzwischen ein tadelloser Internetauftritt. Natürlich spielen für das Gelingen ein ansprechendes Design und ein entsprechender Informationsgehalt eine zentrale Rolle. Jedoch sind auch andere - mehr formale - Aspekte kaum zu unterschätzen: Rechtschreibung und Zeichensetzung. Nicht nur, dass die formale Richtigkeit für ein Unternehmen eine Selbstverständlichkeit sein sollte, mit dem 1. August 2005 wird die neue Rechtschreibung auch verbindlich und Unternehmen können mit der Aktualisierung auf die neue Rechtschreibung signalisieren, dass sie aktuell und "up to date" sind - und das ist wohl unerlässlich für jedes Unternehmen.

Auch in der alten Rechtschreibung gibt es - eben auch bei großen Unternehmen - erstaunlicherweise den ein oder anderen auffälligen Fauxpas: Man denke nur an den Leitspruch von "Praktiker", der wohl jedem immer wieder in den Ohren klingt: Geht nicht, gibt's nicht. Mag man beim Hören diesen millionenfach gesendeten, geschriebenen und gezeigten Werbespruch noch im Sinne des Unternehmens verstehen, so irritiert doch die schriftliche Ausführung. Richtig gelesen bedeutet dieser Satz nämlich, dass bei "Praktiker" nichts geht und es nichts gibt, da es sich um eine gleichordnende Aufzählung handelt - nicht gerade eine gute Werbung für ein Unternehmen. Richtig müsste es heißen: "Geht nicht" gibt's nicht - denn nur so geht alles bei Praktiker.

Die zahlreichen Diskussionen um die Rechtschreibreform haben zudem die Veränderungen in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt. Es kann also davon ausgegangen werden, dass eine erhöhte Sensibilität für dieses Thema in der Öffentlichkeit besteht. Nichtsdestotrotz haben die neuen Schreibungen bei vielen Menschen Verwirrung ausgelöst, was nur verständlich ist, sind doch die meisten die alte Schreibung seit Jahren gewöhnt. Sicherlich gibt es einige Regeln, die nicht hätten reformiert werden müssen, der Großteil der neuen Regeln bringt allerdings eine wirkliche Vereinfachung der Schreibungen; in jedem Falle sollte man jedoch informiert sein über diese neuen Regeln oder sich helfen lassen bei der Erstellung von Texten - eben gerade auch auf Websites, ist der Text doch integraler Bestandteil von fast jeder Website.

Weiterführende Links:

- Regeln der neuen Rechtschreibung auf der Duden-Homepage.
- Informationen zur Rechtschreibreform bei Wikipedia.
- Hilfe bei der Korrektur von Websites und anderen Texten beim Korrektorat Wöhrle.

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